Körpersäfte, Basis für innere Balance

Als Urvater der Grundlagen des ganzheitlichen Denkens der Naturheilkunde gilt bis heute Hippokrates. Er entwickelte bereits ca. 400 Jahre vor Christus die Lehre von den Körpersäften. Alle ganzheitlichen und naturheilkundlichen Therapieverfahren bauen letztendlich auf diesen Gedanken auf.

Hippokrates unterschied nicht zwischen einzelnen Krankheiten des Körpers, sondern sah alle Krankheiten als Ausdruck einer großen Krankheit an: Nämlich ein fehlerhaftes Mischungsverhältnis der Körpersäfte. Nach seiner Lehre sei der Mensch dann gesund, wenn seine Körpersäfte ausgeglichen gemischt und harmonisch verteilt sind. Störungen in der Zusammensetzung und der Verteilung der Körpersäfte würden dagegen den Nährboden für Krankheiten bilden.

Zu einer gestörten Zusammensetzung könne es lt. Hippokrates kommen, wenn die Leber, der Darm oder die Nieren Schadstoffe mangelhaft ausscheiden würden. Die Schadstoffe könnten sich im Körper anreichern, was die Körpersäfte verändern würde und den Menschen erkranken ließe. Hippokrates führte z.B. rheumatische Erkrankungen, Hautjucken, Ekzeme, Allergien und viele andere Störungen des Körpers auf ein gestörtes Verhältnis der Körpersäfte zurück.

Hippokrates unterschied vier Körpersäfte: Das Blut, den Schleim, die gelbe und die schwarze Galle. Er ordnete diese den Organen Leber, Herz, Milz und Gehirn und den vier Elementen Luft, Wasser, Feuer und Erde zu.